Erweckung

Erweckung

Wir haben schon gesehen, dass es eine neue Art von Christen geben muss und wird. Wir wollen uns deren Beschaffenheit näher anschauen.

Der Zustand der meisten Gemeinden oder vieler Christen kann wie folgt beschrieben werden:

  • Bekehrungen finden kaum statt
  • kraftlos, bieten keine Lösungen, bleiben unter sich
  • Kranke bleiben krank, Gebundene werden nicht freigesetzt
  • Menschen können sich wohlfühlen, obwohl sie die Ehe brechen, stehlen, homosexuell sind oder ähnliches

All dies finden wir auch in verschiedensten Gemeinden, auch in sogenannten Wort-/Glaubensgemeinden.

Man kennt den Heiligen Geist nicht.

Selbst in charismatischen Gemeinden stellt man mehr und mehr fest, dass auch Leiter nicht mehr wissen, wie man den Heiligen Geist hört und wie man Situationen meistern kann, indem man die Stimme des Heiligen Geistes hört.

Die Fähigkeit geistlicher Unterscheidung ist selten. Stattdessen richtet man nach Klüngel, Büchern oder tut schlicht und ergreifend nichts, weil ja etwas schief gehen könnte.

Schauen wir dagegen auf das Leben von grossen Männern und Frauen Gottes, sehen wir zwar unvollkommene Menschen, die sich aber Gott ganz zur Verfügung stellten.

Benny Hinn sagte 2003 auf einer grossen Pastoren und Leiterkonferenz:

"Wo sind die Zeiten von Kathryn Kuhlman? Wo sind die Zeiten, als Leiter den Heiligen Geist kannten?

... wenn ich heute den Fernseher anschalte, sehe ich kaum Heiligen Geist.
(Anmerkung: gemeint war das christliche Fernsehen in den USA)

Die meisten Leiter können nicht mehr unterscheiden was Gott ist und was der Teufel."

Der Teufel fürchtet nicht das Wort, sondern das Wort, verbunden mit dem Geist.

Er fürchtet nicht den Gläubigen, schon gar nicht den Gläubigen, der im Geist dieser Welt schwimmt. Er fürchtet den Gläubigen, der sein Leben Jesus gibt und in der Kraft lebt, die Gott ihm gegeben hat.

Einen grossen Anteil an der Misere haben also die Leiter, Lehrer oder geistlichen Führer, denn wenn das Wort nicht klar, aggressiv und lebendig gepredigt wird, kommt es nicht zur Frucht.

 

Das Resultat von unklarer Verkündigung

 

  1. Falsche Lehre

  2. Geschichten

    "Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden." 2. Timotheus 4, 2-4

  3. Richtige Lehre - aber verwässert bis zur Unwirksamkeit

    "Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes (griechisch: Wort verwässern) wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit, sondern wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus." 2. Korinther 2, 17

Falsche Lehre ist relativ einfach zu verstehen, aber was sind Geschichten bzw. Fabeln? Nun, die Bibel sagt, man häuft sich Lehrer an, die einem genau das erzählen, was man hören will. Dinge, die einen nicht zur Verantwortung bringen. Man spricht nicht das Wort des Herrn, da es jemanden vergraulen könnte und Besucher/Gemeindeglieder sind schliesslich bares Geld und Prestige.

Oder man redet nicht über das Wort, sondern über Lifestyle, Politik und Gesellschaft. Wir besuchten einmal (dies kannst du wörtlich nehmen) eine Gemeinde und mussten mit Erschrecken feststellen, dass das Predigtthema politisches Tagesgeschehen war. Themen, die dort in der Zeitung präsentiert werden, sind z. B. President Obama oder aktuelle Kinofilme. Was für ein Trauerspiel!

 

Kompromisslosigkeit wenn es ums Wort geht

 

Ein weiteres Beispiel soll zeigen, dass es notwendig ist, kompromisslos zu bleiben, wenn es um das Wort geht.

Zwei Menschen baten mich, sie zu trauen. Ganz offensichtlich waren jedoch ihre Motive falsch und die Zeit noch sehr verfrüht. Der Heilige Geist versicherte mir, meine Entscheidung sie nicht zu trauen sei richtig.

Dies klingt hart, und natürlich war mein Ziel, zu helfen. Ich empfahl, noch ein wenig zu warten und bot an, gemeinsam mit ihnen Gottes Wort zu diesem Thema zu entdecken. Doch dieses Angebot wurde abgelehnt. Das Paar war erbost und verliess die Gemeinschaft.

Nun, ich muss nicht erwähnen, dass Gott Recht behielt.

Ja, aber Mitglieder gehen verloren und Zehnter geht verloren...

Aber Gottes Wort wird geehrt und wir bleiben bei IHM!

"Und nun siehe, ich weiss, dass ihr alle, unter denen ich umhergegangen bin und das Reich gepredigt habe, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. Deshalb bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin vom Blut aller; denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen. Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, die er sich erworben hat durch das Blut seines eigenen!" Apostelgeschichte 20, 25-28

Paulus konnte sagen:

"Ich bin frei vom Blut (Leben oder der Verantwortung für das Leben) aller Menschen. Ich habe nicht zurückgehalten." (Vers 27)

Ich möchte irgendwann aus Gottes Mund hören: "Du guter und treuer Knecht!" Du kannst dir ja zuerst von einem Engel deine himmlische Villa zeigen lassen, aber ich sehne mich nach diesen Worten aus dem Mund Jesu.
Glaube mir, bis dahin ist es für mich noch ein langer Weg, denn zu oft vernachlässige ich IHN und lebe in meinem "ich" - aber das Ziel ist klar.

Paulus schrieb zuversichtlich:

"Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt;"
2. Timotheus 4, 7

Eine bessere Übersetzung aus dem griechischen wäre hier:

"Den guten Kampf, ich habe ihn gekämpft!
Den Lauf, ich habe ihn vollendet!
Den Glauben, ich habe ihn bewahrt!"

Was für eine Zuversicht und Sicherheit!

Doch nun zurück zu Apostelgeschichte 20, 27, wo Paulus sagt: "Ich habe nicht zurück gehalten."

Das griechische Wort an dieser Stelle ist "hupostello" und könnte folgendermassen übersetzt werden: die Segel einholen (bei starkem Wind).
Paulus hat nicht die Segel eingeholt und ist nicht mit halber Kraft gefahren. Er hat den Wind genutzt.

In Vers 20 heisst es:

wie ich nichts zurückgehalten habe von dem, was nützlich ist, dass ich es euch nicht verkündigt und euch gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern,
Apostelgeschichte 20, 20

Paulus hat den Ratschluss Gottes verkündigt. Hier geht es nicht um ein Lehrthema, sondern um den Plan und Willen Gottes, um die Person Jesus Christus (Vers 27).

Der Leiter predigt, lehrt, führt und leitet, empfängt und trägt Vision und befähigt "andere" für das Werk des Dienstes.

 

Das Werk von Christus

 

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmass des Wuchses der Fülle Christi." Epheser 4, 11-13

Das Werk des Dienstes ist sicher nicht, was die meisten denken, was es ist.
Lies mal genau.

  • für die Erbauung des Leibes Christi,
  • bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und
    der Erkenntnis des Sohnes Gottes,
  • zur vollen Mannesreife,
  • zum Vollmass des Wuchses der Fülle Christi.

Das ist das Werk des Dienstes, es gibt nun wirklich keinen Grund dies gering zu schätzen.

Lass uns jetzt zu unserer Kernschriftstelle kommen, die ich mit dir betrachten will.

"Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart! Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die errettet werden, und unter denen, die verlorengehen; den einen ein Geruch vom Tod zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig? Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit, sondern wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus." 2. Korinther 2, 14-17

Ein Vers für den Spiegel! Gott führt mich im Triumphzug umher.
Ja, aber in Christus und er offenbart durch uns an jedem Ort den Geruch seiner Erkenntnis. Ich glaube, schon hier wird klar, dass dies so sein kann und so sein sollte, aber leider nicht immer so ist.

Was bedeutet das genau? Lesen wir weiter.

Wir sind ein Wohlgeruch Christi (durch und in der Verbindung mit Christus) für Gott, sowohl:

  • unter denen, die errettet werden (Christen)
  • unter denen, die verloren gehen (Sünder)

Den einen (Christen oder Sündern?) ein Geruch vom Tod zum Tode und den anderen (Christen oder Sündern?) ein Geruch vom Leben zum Leben.

Wir Christen gehen vom Leben zu Leben und die Ungläubigen vom Tod zum Tode.

NEIN, davon redet diese Schriftstelle nicht, denn unserem liebenden Gott ist es sicher kein Wohlgeruch, wenn der Sünder in die ewige Verdammnis - in den Tod - geht.

"Folglich wirkt der Tod in uns, das Leben aber in euch. Da wir aber denselben Geist des Glaubens haben - nach dem, was geschrieben steht: "Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet" -, so glauben auch wir, darum reden wir auch; denn wir wissen, dass der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und mit euch vor sich stellen wird; denn alles um euretwillen, damit die Gnade zunehme und durch eine immer grössere Zahl die Danksagung zur Ehre Gottes überreich mache." 2. Korinther 4, 12-15

In unserem Leib herrscht das Gesetz von Sünde und Tod. Eines Tages erhalten wir einen Leib (Auferstehungsleib), der nicht mehr sündigen kann. Derzeit kämpft das Fleisch gegen den Geist und versucht uns zu dominieren.
Römer 8 / Galater 5, 17

Jesus hat uns frei gemacht von dem Zwang zu sündigen und wir können jetzt unseren Leib darreichen, opfern und töten.
Römer 6,14 / Römer 12,1

Dieses Brandopfer vom Tod zum Tod ist ein Wohlgeruch für Gott, denn er wird nun auch in unserem sterblichen Leib verherrlicht. Fasten mehr (in den Texten zum Thema Fasten)

Eine immer grössere Zahl (Vers 15) wird Jesus verehren und zum Herrn haben. Durch unsere kompromisslose Hingabe an IHN werden viele das Leben erhalten und IHN annehmen. Das ist ein Wohlgeruch für Gott, gerade noch getrennt, fern und sündig - jetzt Sohn und Tochter, nah und gerecht.

Gottes Interesse daran, den Sünder errettet zu sehen, ist unbeschreiblich gross. Deshalb gibt es einen Weg zu seiner Kraft, um dies zu erreichen.

Nicht durch Kompromisse und verwässerte Lehre, nicht durch Halbherzigkeit und nicht durch pflegen seines ICHs.

Durch IHN, durch den Todesgeruch deines "geopferten" Fleisches, durch klares Wort und seinen Geist.

... sondern wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus

Aus Gott reden wir vor oder in der Verantwortung vor Gott.
Zuerst steht vom Tod zum Tod in deinem Leben, dann erlebst du Leben zum Leben für den Sünder.

Dies mag harte Kost sein, aber sehr nahrhaft.

Übernommen mit Genehmigung von Dieter Möller, Agapao.de


Translate