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Der sechseckige Stern über Europa
«Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt.» Jesaja 60,1-5

Vision:

Ich sah die Landkarte von Europa vor mir. Über den Ländern lag eine dicke, dunkle Wolkendecke in Form eines sechseckigen Sternes. Die Ecken des Sternes reichten nach Portugal, Irland, Norwegen, Russland, der Ukraine, Sizilien und bis nach Israel. Das Zentrum lag über dem deutschsprachigen Europa.

In der Wolkendecke war ein Tier versteckt, das seine Arme durch die Wolken auf die Erde streckte und sich an verschiedenen Orten festklammerte. Das Tier konnte sich nur dort festhalten, wo ihm bewusst oder unbewusst das Recht dazu gegeben wurde. Die Wolke bot dem Tier Schutz, dass man es nicht erkennen konnte, doch hatte es durch seine Arme Kontrolle und Macht über die Menschen, die Orte und den Luftraum.

Dann sah ich, wie an einzelnen Orten Lichter zu brennen begannen, die immer grösser wurden. Sie hatten die Farben Rot und Gelb. Je näher ich kam, desto besser konnte ich erkennen, dass es lodernde Feuer waren, die sich wie eine Mauer um Menschen herum bildeten, die sich zur Anbetung Gottes versammelt hatten. Heiligkeit, Gottesfurcht, Klarheit, Schönheit und Kraft ging von diesen Orten aus.

Dann sah ich, wie die Hitze, die Helligkeit und die Kraft einzelner Feuer so stark wurde, dass sich die Arme, die aussahen wie die eines Tintenfisches, nicht mehr halten konnten. Sie wurden verbrannt, lösten sich, zogen sich zurück oder fielen einfach ab. Überall dort, wo das geschah, entstanden in derWolkendecke Löcher, die zu Kanälen wurden, durch die das Licht des Himmels und der Gegenwart Gottes strömen konnte. Engel stiegen rauf und runter und dienten den Menschen.

Deutung:

Die Vision, die mir Jesus am Jom Kippur gezeigt hat, sehe ich als Weisung für die Gemeinde. Was ich gesehen habe, hat mich sehr erschüttert.

Umkämpftes Europa

Vor fünf Jahren ist John Mulinde aus Uganda zu uns in die deutschsprachigen Nationen gekommen, weil ihm Gott in einer Vision die Landkarte von Europa gezeigt hatte, die von einer starken, schwarzen, pilzförmigen Wolkendecke zugedeckt wurde, bis ein sehr, sehr helles Licht durch die Decke brach, dessen Strahlen sich über die ganze Welt verbreiteten. Dann hörte er das Wort aus Jesaja 60,1-5:
«Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt.»


Als John Mulinde um die Bedeutung des Bildes bat, sprach der Herr zu ihm: «Die Dunkelheit, die du gesehen hast, ist die Kraft des Bösen, die heute in Europa aufsteigt. Es ist die Kraft intensiver Dunkelheit, eine Macht des Bösen. Sie erhebt sich über das Land und über den Kontinent; und dort, wo sie Menschen ergreifen kann, wird sie ihre Herzen von mir abwenden. Diese Macht wird die Menschen dazu führen, mich zu hassen und das Böse zu lieben. Sie werden alles Gute, Geordnete und Heilige hassen und werden das Böse und Nichtige suchen und lieben. Aber meine Hand ist ausgestreckt, Erweckung zu bringen. Es wird genug Gnade vorhanden sein, dass die Menschen eine Entscheidung treffen können – für oder gegen mich. Aber dies setzt voraus, dass mein Volk sich völlig hingibt, mein Angesicht zu suchen.» (Zitat aus: John Mulinde, «Licht oder Finsternis über Europa », Verlag Gottfried Bernard).

In der Zwischenzeit sind fünf Jahre verstrichen; und wir können beobachten, wie vieles von dem, was von John Mulinde prophezeit wurde, Wirklichkeit wird: Auf der einen Seite nimmt die Dunkelheit, die Gesetzlosigkeit, die Gotteslästerung und der Zerfall von Gutem und Geordnetem zu – denken wir nur an die Gesetzesänderungen in Bezug auf gleichgeschlechtliche Paare, Abtreibungen, Stammzellenforschung, die Abschaffung des christlichen Religionsunterrichtes in den Schulen und die Islamisierung des Abendlandes. Auf der anderen Seite sehen wir, wie das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes an verschiedenen Orten durchbricht. Die Suche nach Leben treibt immer mehr Esoteriker zu Jesus. Heilungen, Zeichen und Wunder nehmen zu. Gebetsbewegungen formen sich. Eine christliche Jugend steht auf, die zusammen mit geistlichen Vätern und Müttern Reich Gottes bauen will. Neue Kirchenformen entstehen. Das Evangelium in Wort und Musik wird wieder auf den Strassen verkündigt. Das Böse wächst und entwickelt seine Kraft, und gleichzeitig wächst das Reich Gottes, indem die Kraft der Braut Jesu, seiner Gemeinde, zunimmt. Der Graben zwischen den beiden Bewegungen wird immer grösser, der Unterschied zwischen Licht und Finsternis immer stärker.

Die sechseckige Wolkendecke und das Tier

Als ich den sechseckigen Stern über der Karte von Europa sah, musste ich sofort an den Davids- oder Judenstern denken. Die vielen Gebetsmärsche, Versöhnungsveranstaltungen und Buss- Gottesdienste im Blick auf die Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg könnten uns zu der Annahme verleiten, dass das ganze Thema nun vom Tisch sei. Offenbar sieht Gott das anders.

Ja, Gott steht sicher zu seinem Wort. Wo Schuld bekannt wird, da ist er treu und gerecht und vergibt (s. 1. Joh.1,9). Aber ich glaube, dass Gott uns darauf aufmerksam machen will, dass das «Tier» des Rassismus, insbesondere des Judenhasses, des Antisemitismus, des Rechtsextremismus, sich in der Wolkendecke einer humanistischen, aufgeklärten, antichristlichen Weltanschauung versteckt hält.

Die Arme des Tieres finden überall dort Halt, wo Menschen diesem Geist bewusst oder unbewusst Raum geben – zum einen in der Einstellung, dass die Juden «an allem schuld» sind, und zum anderen in dem Gedankengut der «Ersatztheologie», die immer noch in vielen Gemeinden gelehrt und geglaubt wird. Sie besagt, dass die christliche Gemeinde den Platz und das Erbe der Juden eingenommen hat und somit die Erwählung des Volkes der Juden als Gottes Augapfel nichtig ist.

Eine direkte Folge davon ist die Tatsache, dass unsere Berichterstattung und Beurteilung der Lage im Nahen Osten und das Verhältnis zum Staat Israel äusserst kritisch, einseitig, oft unwahr und ablehnend ist. Aber Gott hat sich in seinem Wort seinem Volk gegenüber verpflichtet und festgelegt, dass diejenigen, die Israel verfluchen, keinen Bestand haben werden (1. Mose 12,3). Dies besagt nicht, dass alles, was in Israel geschieht oder von der jetzigen Regierung entschieden wird, grundsätzlich richtig ist. Es offenbart aber Gottes Gedanken und seine Absichten für diesen Staat.

Die Macht des Tieres kann sich auch dort halten, wo an Orten oder in Landstrichen unschuldiges Blut vergossen wurde und durch die Verunreinigung Blutschuld entstanden ist (Psalm 106,- 37+38; 5. Mose 19,10). Auch da gilt: Wo ein Volk sich demütigt und Busse tut, da wird der Herr vom Himmel hören und seine mächtige Hand zur Hilfe und zur Wiederherstellung seiner Ordnungen ausstrecken.

Die Macht der Anbetung

In dieser Vision wird deutlich, wie die Macht und Kontrolle dieses mächtigen Geistes gebrochen werden kann: Wo sich das Volk Gottes zur Anbetung trifft, beginnt Gott zu handeln. In Sacharja 2,9 steht: «Ich will, spricht der Herr, eine feurige Mauer rings um sie her sein und will mich herrlich darin erweisen.» So habe ich das auch in meiner Vision gesehen: Heiligkeit, Gottesfurcht, Klarheit, Schönheit und Kraft waren in der Mitte dieser Menge von Anbetern.

Dass das Feuer rot war, deutet darauf hin, dass es sich um ein Volk von Überwindern handelt, die dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn dienen, ohne Ansehen der Person. Menschen, die in ihrem Zentrum das Opfer Jesu am Kreuz haben und zu Zeugen seiner Auferstehungskraft geworden sind (Offenbarung 12,11). Die Farbe Gold oder Gelb deutet darauf hin, dass sie sich in ihrem Leben auf dem Weg der Heiligung, der Charakterveränderung und der Gottesfurcht befinden. Sie kaufen Gold, das im Feuer geläutert ist (Offenbarung 3,18), und gehören zu denen, die nicht mehr sich selber leben, sondern das Reich Gottes an die erste Stelle gesetzt haben. Darum besitzen sie eine ungeheure Macht. Sie tun «die grösseren Werke», von denen Jesus gesprochen hat. Kein Giftarm, keine Bosheit, keine Unreinheit, keine Lügen, keine Unklarheit, keine Kontrolle kann sich in ihrer Nähe halten.

Ich denke, dass wir erst anfangen zu entdecken, wie überwältigend die Kraft des Leibes Jesu ist, wenn wir in «bräutlicher Liebe» vor unserem Herrn zusammenkommen, um IHM alle Ehre, allen Lobpreis, alle Rechte und alle Anbetung zu geben.

Offene Himmelsfenster

Als Jakob von seinem Traum aufwachte, in dem er die Himmelsleiter sah und Engel auf- und absteigen, fürchtete er sich und sprach: «Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und goss Öl oben darauf und nannte die Stätte Bethel (d. h. Haus Gottes).» (1. Mose 30,17-19)

Ich glaube, dass Gott mit dieser Strategie der gemeinsamen Anbetung seines Volkes Kraftzentren seiner Macht und Offenbarung aufbauen will. Es wird die Zeit kommen, in der diese Art von Zusammenkünften der Heiligen die eigentlichen Regierungszentren von Städten, Regionen und Ländern sind, weil dort die Schleusen des Himmels aufgetan werden.

So wie Jakob Öl über das Steinmal gegossen hat, so gilt es für uns, nicht nur Orte und Zusammenkünfte der Anbetung zu schaffen. Es wird vielmehr eine Aufgabe der bräutlichen Gemeinde sein, das Feuer der Anbetung durch die Kraft des Heiligen Geistes am «Brennen » zu halten. Dann wird es wachsen und so stark werden, dass jede Macht der Finsternis zurückgedrängt wird. Die Hilfe, der Schutz der Boten Gottes, der Engel, wird uns gewiss sein.

Lasst uns, wie Jesaja sagt, mutige Schritte tun, denn was Gott sagt, das kann er auch tun. «Gehet ein, gehet ein durch die Tore (des Lobpreises und der Anbetung)! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!» (Jesaja 62,10) Machen wir uns auf zum Berg der Anbetung, bis sich ein Flächenbrand der bleibenden Gegenwart Gottes ausbreitet und wir ein «heiliges Volk», «die Erlösten des Herrn» genannt werden.!

Quelle: Prophetisches Bulletin der Stiftung Schleife

Lilo Keller hat zusammen mit Ihrem Mann, Geri Keller (ein bekannter Schweizer Pfarrer), die Stiftung Schleife (www.schleife.ch) gegründet.

 
Autor: Redaktion Revival Portal
Datum:    05.09.2008
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